*Ryokan Yamakata (2003, Tokyo) ist Pianist, Geiger und Komponist mit deutsch-japanischem Hintergrund.
Seit 2008 lebt er in Deutschland und wuchs überwiegend in Krefeld auf. Seine musikalische Ausbildung begann früh: Mit drei Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht, mit vier begann er Violine zu spielen, und mit fünf entstanden die ersten eigenen Kompositionen.
Bereits im Kindes- und Jugendalter entwickelte sich eine vielseitige musikalische Tätigkeit mit Wettbewerbsteilnahmen, Konzerten und eigenen kompositorischen Projekten.
Ryokan erhielt zunächst privaten Instrumentalunterricht und wurde in den folgenden Jahren im Fach Klavier, Violine und Komposition kontinuierlich musikalisch begleitet und gefördert.
Parallel zu seiner instrumentalen Ausbildung entwickelte sich früh eine intensive kompositorische Tätigkeit. Zwischen 2013 und 2020 entstanden zahlreiche eigene Werke, die im Rahmen von Konzerten, Werkstätten und Wettbewerben aufgeführt wurden.
Neben dem klassischen Repertoire nimmt die freie Klavierimprovisation einen zentralen Platz in seiner künstlerischen Arbeit ein. Seit 2011 hat er über 1.100 Improvisationen aufgenommen. Seine Improvisationen verbinden klassische Harmonik mit Einflüssen aus Pop und zeitgenössischer Musik. Eine Auswahl ist auf SoundCloud veröffentlicht.
Im Jahr 2020 nahm er an einem Meisterkurs für Klavierimprovisation bei Prof. Noam Sivan im Rahmen der DTKV-Fortbildungskurse an der Bundesakademie Trossingen teil. Weitere künstlerische Impulse erhielt er in Meisterkursen bei Thomas Hell, Anna Malikova und Dina Yoffe.
Preise und Auszeichnungen
Ryokan ist mehrfacher Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ auf Regional-, Landes- und Bundesebene in den Kategorien Klavier, Violine sowie in der Duo-Wertung.
2020 wurde er zudem Preisträger der WESPE (Wochenende der Sonderpreise) von „Jugend musiziert“.
Auch im Bereich Komposition wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem beim Bundeswettbewerb „Jugend komponiert“ (2017, 2020) sowie beim Landeswettbewerb NRW (2017, 2019, 2021).
Weitere Auszeichnungen erhielt er unter anderem bei der Kammermusikwerkstatt Dessau, der Orchesterwerkstatt Halberstadt sowie beim Siegburger Kompositionswettbewerb.
Besondere Konzerte
Ein herausragender Höhepunkt war sein Auftritt als 12-jähriger Klaviersolist mit den Niederrheinischen Sinfonikern im Seidenweberhaus Krefeld. Dort interpretierte er Mozarts Klavierkonzert Nr. 23 und präsentierte als Zugabe sein erstes eigenes Klavierkonzert.
Im selben Jahr gestaltete er gemeinsam mit seiner Mutter ein Recital in Abiko (Japan).
Darüber hinaus wirkte er regelmäßig in Orchesterprojekten mit, unter anderem im Collegium Musicum Aachen, im Aachener Studentenorchester sowie im Philharmonischen Orchester Aachen.
Komposition
Seit seiner frühen Kindheit komponiert Ryokan kontinuierlich eigene Werke für verschiedene Besetzungen.
Zahlreiche Stücke wurden im Rahmen von Werkstätten, Musikschulprojekten und Konzertreihen uraufgeführt. Zwei Werke wurden veröffentlicht, darunter das Stück „25/11“ im Sammelband 250 Pieces for Beethoven (2020).
2022 nahm er an einem zweiwöchigen Kompositionsworkshop bei Gerhard Stäbler in Montepulciano (Italien) teil.
Studium und weitere Tätigkeiten
Nach dem Abitur 2022 sammelte Ryokan erste praktische Erfahrungen im Bereich Stadt- und Verkehrsplanung. Von 2023 bis 2025 studierte er Verkehrsingenieurwesen in Aachen, seit 2025 studiert er Raumplanung an der TU Dortmund.
Neben seiner künstlerischen Tätigkeit beschäftigt er sich intensiv mit Fragen nachhaltiger Mobilität und Stadtentwicklung. Seit 2021 entwickelt er unter dem Projektnamen „NiederrheinTakt“ ein eigenes Nahverkehrskonzept für den linken Niederrhein.
Seit 2016 betreibt er eine eigene Website zur Dokumentation der Krefelder Straßenbahn.
2025 gründete er außerdem gemeinsam mit weiteren Enthusiasten den Verein „Straßenbahnfreunde NRW“ zur Erhaltung historischer Straßenbahnen.
Weitere Interessen
Neben seiner musikalischen Arbeit ist die Fotografie ein weiteres kreatives Ausdrucksmittel. Auf seinem Instagram-Kanal teilt er visuelle Momentaufnahmen aus Alltag und Reisen.
Seit 2010 veröffentlicht er auf seinem YouTube-Kanal eigene musikalische Aufnahmen sowie dokumentarische Beiträge zum öffentlichen Nahverkehr.